© 2006 indiaca-malmsheim.de
 
INDIACA - Sport der Begegnung


Seinen Ursprung hat der Indiacasport in Südamerika. Der Sportlehrer Karlhans Krohn lernte 1936 bei einem Aufenthalt in Rio de Janeiro die PETEKA, einen federbestückten mit Sägemehl gefüllten Lederbeutel kennen. Dort wurde häufig PETEKA am Strand gespielt. Ein Federballspiel der Indianer.
Er entwickelte den Handfederball weiter und nannte ihn INDIACA. Der handtellergroße abgeflachte ca. 25 cm große Spielball, die INDIACA, ist mit vier Führungsfedern versehen. Die Federn bewirken, dass der Ball schlaggerecht mit gepolstertem Boden voran auf den Mitspieler zufliegt. Ähnlich wie beim Volleyball wird die INDIACA zugespielt, gestellt, geschmettert und geblockt, wobei er nur mit einer Hand gespielt wird, außer beim Block. Normalerweise spielt man INDIACA über ein Netz (2,15m bis 2,35m hoch) 5 gegen 5 oder in Doppelmannschaften (2x2), aber es macht auch Spaß einfach so im Kreis zu spielen.
Offiziell ist INDIACA der Öffentlichkeit erst seit 1953 bekannt. Damals wurde beim Ev. Jugendwerk Württemberg/CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) auf einem Jungenschaftslager die INDIACA zum ersten Mal mit Jugendlichen in Berührung gebracht. Das war der Startschuss - seitdem erhielt die Sportart immer mehr Aufwind. Nach der ersten Deutschen CVJM Jugendmeisterschaft im Jahre 1968, wurde das Spielgerät 1972/73 durch den Deutschen Sportbund (DSB) sogar zum Trimm-Gerät des Jahres gewählt.
Mittlerweile gibt es neben Turnieren, Landesmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften auch Regionalligen und ab 2000 auch eine Deutschland Liga. In Deutschland wird INDIACA in drei Verbänden organisiert gespielt. Dem Deutschen Turnerbund (DTB), Deutscher Verband für Freikörperkultur (DFK) und dem Eichenkreuz, die Sportarbeit des CVJM Gesamtverbandes in Deutschland. Diese drei Verbände haben sich gemeinsam auf das seit 1993 gültige Regelwerk (bis auf kleine Abweichungen) für den Turniersport geeinigt.

Als Spielgerät dient einheitlich die "Indiaca-Turnier". Sie muss bei Spielbeginn fehlerfrei sein. Treten während des Spiels Fehler am Gerät auf (Federbruch usw.), kann nur der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen, um Fehler abzustellen.

Das Spielfeld ist 16 Meter lang und 6,10 Meter breit, auf der Mittellinie ist in 2,35 Meter (Herren/Mixed) beziehungsweise 2,20 Meter (Damen) Höhe das Netz gespannt.

Jede Spielfeldhälfte hat zum Netz hin einen 3 Meter breiten, mit einer Linie gekennzeichneten Angriffsraum. Die Aufgabe von unten, wird von der Grundlinie rechts, in einem 3 Meter breiten Aufgaberaum vorgenommen.

Die Spielregeln: (Spielverlauf ähnelt dem Volleyball) Beim INDIACA wird jeder Fehler als Punkt gezählt. Es stehen einander zwei Mannschaften mit 5 Spielern (2 Auswechselspielerinnen/Spielern) gegenüber. In der ersten Reihe stehen die 3 Angriffsspieler, in der zweiten Reihe die Abwehrspieler.

Ziel des Spiels ist es, die INDIACA so raffiniert über das Netz zu schlagen, dass die gegnerische Mannschaft die INDIACA nicht erreicht und nicht zurückschlagen kann. Die INDIACA darf den Boden nicht berühren. Der ankommende Ball kann mit dem ersten Schlag, muss aber spätestens mit dem dritten Schlag über das Netz zum Gegner zurückgeschlagen werden. Ein Spieler darf die INDIACA nicht zweimal hintereinander berühren, muss ihn also stets einem Spieler der eigenen Mannschaft zuspielen, wenn es nicht möglich ist, unmittelbar über das Netz zu spielen. Ausnahme: Ein zweites Mal darf der Spieler nach einem Block die INDIACA berühren, wenn er ins eigene Spielfeld fällt. Allerdings darf ein Spieler auch den ersten und dritten Ballkontakt haben. Regelwidrig ist es, die INDIACA zu fangen oder auch nur Bruchteile von Sekunden zu halten oder durch Nachschieben zu führen. INDIACA spielt man nur mit einer Hand. Berührt werden darf darüber hinaus nur noch der Unterarm und Ellenbogen. Jegliche Berührung anderer Körperteile wird als Fehler geahndet.
Aufgabe (von unten), Annahme, Stellen (von unten wie von oben) und das Schmettern wird nach diesem "Einhandprinzip" im Ablauf des Volleyballsports vollzogen. Beim Blocken hingegen dürfen beide Hände eingesetzt werden. Dabei ist Übergreifen am Netz und Berühren des Netzes nicht erlaubt.
 
 
News


Termine
12.02.13 L-Team


Turniere
24.02.131. Spieltag DIL
Karlsruhe
03.03.131. Spieltag EKL
Gerstetten


hosted by Elusive KG